farbrattengenetik
  Welpenentwicklung
 
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Die Entwicklung
der Jungtiere



Tag 1 - 5
 
 
Die Welpen kommen nackt, taub und blind auf die Welt und sind vom ersten Augenblick von der Mutter abhängig. Instinktiv suchen die Neugeborenen nach Wärme und den Milchzitzen. Der Geruchssinn, sowie die Tasthaare der Tiere sind bei der Geburt ausgeprägt. Außerdem haben die Welpen immer den Drang nach oben zu kletter, d.h. neigt man seine Hand, auf dem der Welpe liegt, leicht nach unten, wird das Jungtier immer versuchen nach oben zu klettern.
In dieser Zeit sind alle Welpen rosa-rot und haben eine durchscheinende Haut. Durch die Haut kann man die Milchbäuche und die Augenfarbe erkennen.
 

Tag 6 - 10

 
Die Augen und Ohren der Jungtiere sind weiterhin verschlossen. Die Haut der Welpen wird etwas dicker und die Welpen wiegen in etwa das 3-fache, wie nach der Geburt. Bis zum 9./10. ist die Zeichnung von dunklen Farben ist deutlich zu erkennen. Auf der Haut bilden sich nun ganz feine Schuppen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die Haare langsam durchbohren und die Kleinen langsam ihr Fell bekommen. Auch das instinktive Putzen fängt zu dieser Zeit an.


Tag 11 - 12
 
 
 
Mit ca. 12 Tagen öffnen sich die Ohren der Kleinen. Das Fell bedeckt schon den Körper der kleinen, wirkt jedoch eher wie ein zarter Flaum und ist ganz kurz und weich. Die Welpen sind nun 5-6 cm groß.

Beim Wachstum der ersten Haare müssen sich diese erst durch die Kopfhaut durchbrechen. Dies führt genau wie bei Menschenbabies zu kleinen Schuppen, die jedoch völlig ungefährlich sind, auch wenn es nach einer Hauterkrankung aussieht. Zu dieser Zeit lässt sich bereits erkennen, welche Fellstruktur die Ratten einmal haben werden.

Auch kann man nun die Farbe der Jungtiere bereits zum großteil kategorisieren.



Tag 13 - 17
 
 
 
Mit 16 Tagen öffnen sie auch die Augen. Es kommt oft vor, dass nicht beide Augen gleichzeitig geöffnet werden. Am Anfang entsteht nur ein kleines Löchlein, durch das die verschmiemelten Augen durchblicken können. Auch öffnen nicht alle Welpen gleichzeitig die Augen. Der prozess kann bis zu 3 Tagen dauern.

Auf keinem Fall darf man diesem Prozess nachhelfen, das schaffen die Tiere ganz alleine.

In dieser Zeit lässt sich die Farbe meist endgültig bestimmen.



Tag 18 - 21
 
 
Die Kleinen müssten nun alle geöffnete Augen haben und beginnen nach und nach das Nest zu verlassen, und ab und zu an etwas Essbaren knabbern. Auch fangen einige Jungtiere in dieser Zeit schon an Wasser zu trinken.

Die Mutter wird in dieser Anfangszeit immer versuchen, die Jungtiere einzusammeln, was sie stets unter Stress setzt. Die Kleinen sollten spätestns jetzt in einem absolut ausbruchssicheren Käfig gesetzt werden, da die kleinen Ratten sich überall durchquetschen wo der Kopf durchpasst. Auf diese Weise kam es schon zu vielen Unfällen und verschollenen Jungtieren, die den Weg in den Käfig nicht zurück finden.




Tag 22 - 28
 
 
Die Jungtiere toben nun mehrmals am Tag und in der Nacht im Käfig herum und erkunden alles. Sie haben ein weit ausgebildete Muskulatur und können schon richtig klettern, springen und rennen. Sie fressen und trinken selbstständig, benötigen jedoch noch regelmäßig Muttermilch.

Die Mutter nimmt immer mehr Abstand von ihren Nachkommen; Grund dafür ist, dass sie in freier Wildbahn bereits den nächsten Wurf erwarten würde.



ab Tag 29
 
 

Ab der 4. Woche sind die Jungtiere von der Mutter entwöhnt, sollten jedoch noch bis zum 30. Tag bei der Mama bleiben. Ratten lernen sehr viel von ihren erwachsenen Artgenossen, daher ist ein Aufenthalt bis zur 5 Woche ideal. Länger dürften die Männchen auf keinen Fall bei den anderen bleiben, da die Welpen in dieser Zeit geschlechtsreif werden (können) und die Mutter oder die Schwestern begatten (könnten).

Die Mutter säugt die Jungtiere nur in seltenen Fällen weiter. Oft endet in dieser Zeit die mütterliche Fürsorge.





Ich bedanke mich bei Bubus Rattery für einen Teil der schönen Bilder!



 


 
   
 
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